Forschungen

 Die bekanntesten Forschungen von Rosalind Franklin erklärt und aufgezählt

Rosalind Franklins Forschungen

Hier sind die wichtigsten Forschungen von Rosalind Franklin verständlich zusammengefasst 

Erste wissenschaftliche Arbeiten

Nach ihrem Studium arbeitete Franklin am British Coal Utilisation Research Association Laboratory. Dort untersuchte sie die Struktur von Kohle und Graphit mithilfe der Röntgenbeugung. Ihre Forschung lieferte wichtige Erkenntnisse über die Porosität und Dichte dieser Materialien und trug zur industriellen Nutzung von Kohlenstoffen bei. Diese Arbeit war ihre erste große wissenschaftliche Leistung und legte die Grundlage für ihre späteren Untersuchungen an biologischen Molekülen.

Forschung an der DNA

1951 begann Franklin am King’s College London zu arbeiten. Dort wandte sie die Röntgenkristallographie an einem besonders reinen Exemplar von Kalbbries-DNA an, um die Struktur der Desoxyribonukleinsäure (DNA) zu erforschen. Diese Technik nutzt die Beugung von Röntgenstrahlen an kristallinen Molekülen, um deren räumliche Struktur zu bestimmen. Franklin arbeitete mit faserförmigen DNA-Kristallen, deren Feuchtigkeitsgehalt sie präzise kontrollierte, da die DNA ihre Struktur je nach Wassergehalt verändert. Sie konnte zwei verschiedene Formen der DNA unterscheiden – die A-Form (trockener) und die B-Form (feuchter).
 

Ihre berühmteste Aufnahme, Foto 51, zeigte ein deutliches Beugungsmuster, das auf eine helikale, also spiralförmige Struktur hinwies. Durch ihre Messungen bestimmte Franklin die Dichte, Symmetrie und den Abstand der Helixwindungen. Diese Daten lieferten entscheidende Hinweise auf den Aufbau der DNA-Doppelhelix.

Zusammen-arbeiten

Während Franklin am King’s College arbeitete, forschten James Watson und Francis Crick an der Universität Cambridge an einem Modell der DNA-Struktur. Ohne ihr Wissen wurde Foto 51 von ihrem Kollegen Maurice Wilkins an Watson und Crick weitergegeben. Mithilfe dieser Daten konnten sie 1953 das berühmte Doppelhelix-Modell der DNA veröffentlichen. 1962 erhielten Watson, Crick und Wilkins den Nobelpreis für diese Entdeckung. Franklin war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben und wurde nicht berücksichtigt, obwohl ihre experimentellen Ergebnisse entscheidend waren.

Spätere Forschung

Nach ihrer Zeit am King’s College wechselte Franklin an das Birkbeck College in London. Dort konzentrierte sie sich auf die Struktur von Viren, insbesondere des Tabakmosaikvirus (TMV) und des Poliovirus. Auch hier nutzte sie Röntgenbeugung, um die Symmetrie und den Aufbau der Viruspartikel zu bestimmen. Ihre Arbeiten lieferten grundlegende Erkenntnisse für die Virologie und die Entwicklung der Molekularbiologie, da sie experimentelle Beweise für die räumliche Struktur biologischer Moleküle lieferte.

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